Kinoorgeln

Kinoorgeln sind Pfeifenorgeln, die zu Beginn der 20. Jahrhundert zur Begleitung von Stummfilmen in Lichtspielhäusern der USA eingesetzt wurde. Sie verbreiteten sich auch über ganz Europa, verloren aber nach Einführung des Tonfilm zunehmend an Bedeutung. Kinoorgeln verfügen über diverse Effektregister um Geräusche zu erzeugen (z. B. Telefonklingeln).

 


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Potsdam Filmmuseum
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Mannheim Technik Museum
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Leipzig – Musik Instrumentenm.

Hersteller und Modelle

Einen besonders guten Namen hatten die Kino- und Theaterorgeln des amerikanischen Herstellers Wurlitzer sowie die der deutschen Orgelbauer Walcker in Ludwigsburg und M. Welte & Söhne in Freiburg im Breisgau, die 1930 auch eine Funkorgel für die Nordische Rundfunk AG Hamburg NORAG, einem Vorläufer des Norddeutschen Rundfunks, baute. Diese Funkorgel steht immer noch spielbereit im ältesten noch erhaltenen Rundfunkstudio der Welt in der Rothenbaumchaussee 132 beim Norddeutschen Rundfunk Hamburg. Weitere Kinoorgeln von Welte befinden sich im Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim, im Filmmuseum Düsseldorf, im Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig und beim münsteraner Orgelbauer Fleiter. Eine Kinoorgel vom „Typ Mighty Wurlitzer“ genauer „The Wurlitzer-Hope-Jones Unit Orchestra“ ist im Musikinstrumentenmuseum Berlin zu bewundern und auch zu hören.
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